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BLATO – DAS VERWALTUNGSZENTRUM

korcula

Blato ist eine kleine Stadt im Innern der Insel und das Verwaltungszentrum mit mehr als 4.000 Einwohner und liegt im westlichen Teil der Insel Korcula entlang der Hauptstraße, welche Vela Luka im Westen und Lumbarda im Osten der Insel verbindet. Die Stadt liegt 7km von Vela Luka entfernt und rund 33 km von Korcula Stadt. Die Hauptstraße hat eine Umgehungsroute um Blato, um den Verkehr zu minimieren und andere Unannehmlichkeiten für Touristen als auch die Einwohner zu reduzieren. Eine Fahrt durch die Stadt ist eine Erfahrung wert. Eins der Gründe für einen Besuch Blatos wird schnell klar, sobald Sie in die Kleinstadt durch eins der 2 Hauptzufahrten kommen: Alle Besucher willkommend heißend durchfährt man hier den “grünen Tunnel” namens “Zlinje”, bestehend aus 117 grünen Linden. Diese 1km lange Allee wurde 1911 entlang der Hauptstraße geplant und ist die zweitlängste Lindenallee in Europa, direkt nach der berühmten Allee “Unter den Linden” in Berlin. Sie ist auch gleichzeitig die einzige Straße, welche einen Namen hat und nicht wie alle anderen Straßen in Blato – genau wie in New York –anstatt einen Namen durchnummeriert sind.

Im Osten eines fruchtbaren Tals zwischen 7 kleinen Hügeln gelegen, umringt die Stadt ein kleines Amphietheater mit einem Grundriss, welches sich um die Hügel schlängelt. Das Tal teilt sich in mehrere Felder auf. Das bekannteste heißt “Blatsko Poje” (übersetzt: Feld von Blato) und war im Herbst und Winter ein großer See, welcher im Frühjahr und Sommer stets austrocknete und fruchtbaren Boden für den Anbau von Weizen lieferte. Zugleich reichhaltig an Wasser und fruchtbaren Boden zu sein, ist in Dalmatien selten zu finden, sodass das “Feld von Blato” lediglich mit dem berühmten Tal von Neretva verglichen werden kann. Das Feld ist auch der Ursprung für den Namen von Blato, da das Wort “blato” im Alt-Slavischen eine große Wasserfläche bezeichnet oder die Gegend um eine solche Fläche (demgemäß auch der Balaton See in Ungarn benannt wurde). Heutzutage bedeutet “blato” auf kroatisch Schlamm. Dieses fruchtbare Land ist der Grund warum dieses Gebiet, seit der prähistorischer Zeit, bewohnt wurde, was durch zahlreiche archäologische Funde und Reste von antiken Häusern bewiesen werden konnte. Am nördlichen Teil vom Feld von Blato gibt es einen kleinen Hügel namens “Kopila” auf dessen Spitze eine illyrische Festung mit einer darunterliegenden weitläufigen Vorstadt entdeckt wurde. Diese Festung ist eine der signifikantesten seiner Art auf der Insel. Am östlichen Rand des Feldes wurden während der Arbeiten an der Umgehungsstraße von Blato, Reste der römischen “Villa Rustica” (Landhausvilla) entdeckt als auch eine mittelalterliche Frauenkirche. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, während des stärksten wirtschaftlichen Wachstums von Blato, trocknete der See für immer aus. Mit einer Tiefe von 5-6 Metern an seinen tiefsten Stellen, war der See prädestiniert für den Fang von Aalen. Da der See jedoch auch eine Quelle für Malaria war, haben die Bewohner im Jahr 1911 das Wassers mit Hilfe von Kanälen und speziell konstruierten Tunnel in den nördlichen Teil der Küste abgeleitet. Die Errichtung des 2 km langen Tunnels war eine besondere Leistung an sich, da er von beiden Enden zur selben Zeit gegraben wurde, ohne jegliche moderne Hilfsmittel (wie heutzutage üblich mit z.B. Laser oder GPS), um sich in der Mitte zu treffen.

Während seiner langen Geschichte war Blato und seine Umgebung stets gut bevölkert. Mit seiner Fülle an fruchtbarem Land, welche eine starke landwirtschaftlichen Ertrag sichern konnte und somit auch die wirtschaftliche Kraft an sich, war Blato stets an vorderster Front im Vergleich zu anderen Gegenden – nicht nur auf der Insel, sondern in der gesamten Region Dalmatiens. In den 30er Jahren war Blato das größte Dorf mit mehr als 8.000 Einwohnern. Der Wandel begann 1923, als eine ernsthafte und fatale Krankheit die Weinberge befiel und diese verenden ließen, was zu einem Kollaps der Weinindustrie führte. 1924/25 musste Blato einen Massenexodus erleben, in dessen Verlauf tausende von Einwohner ihre Heimat verließen – ganze Familien wanderten nach Süd Afrika, Australien, Neuseeland aus, wovon sich die Bevölkerungszahl bis heute nicht mehr erholte. Fast hundert Jahre später, gemäß der Volkszählung von 2011, zählte die Gemeinde von Blato nur noch 3.500 Einwohner.

Neben seiner langen und erfolgreichen Tradition in der Landwirtschaft, insbesondere der Herstellung von Wein (es wurde zum Beispiel die “korinthische “Oinochia”, ein Weinkrug aus dem 7. Jh v. Chr. wurde auf dem Hügel Kopila gefunden), hat Blato viele seiner alten Gebräuche und Traditionen erhalten als auch historische Gebäude und sein kulturelles Erbe. Wegen der starken und stabilen Wirtschaft Blatos im Mittelalter (zu der Zeit als der Weinanbau das sicherste wirtschaftliche Fundament darstellte), war diese mittelalterliche Gemeinschaft der Insel anders organisiert als in anderen Teilen Dalmatiens. Während die Aristokratie nur wiederwillig die Sicherheit ihrer ummauerten Städte verließ und es vermied in ländliche Gegende zu ziehen, war es auf der Insel Korcula genau umgekehrt: der größte Teil der Oberschicht lebte im dörflichen Blato, auch weil die Wirtschaft der Insel sich um Landwirtschaft und Viehhaltung drehte, mit Blato als Zentrum. Dort formte sie ihre eigene Gesellschaftschicht “Ordo dei Nobili” oder auch “Corpo dei Nobiie” bzw. auch bekannt als “Nobili Ruralis” – der Landadel. Die meisten ihrer befestigten Wohnhäuser mit Türmen oder so genannten “kastel” (in der Regel kleine Kunstwerke für sich) lagen in Blato von denen bis heute sogar 15 von ursprünglich 19 dieser Gebäude erhalten sind.

Dieser Adel hielt ihre Ratssitzungen in einem Gebäude, welches erstmalig im 15. Jahrhundert Erwähnung fand ab und liegt an einem Platz vor der Pfarrkirche Allerheiligen. Dieses Gebäude wurde auch für Versammlungen der Bürger und Ordensbrüder genutzt als auch als Gericht und Handelsplatz. Im Jahre 1700 wurde das alte Gebäude wieder errichtet nach einem Entwurf, welches dem in der Stadt Korcula ähnelt und eins der beliebtesten Motive der Stadt auf Fotos von Touristen darstellt.

Die Pfarrkirche Allerheiligen, welche nebenan liegt, ist ebenfalls ein wichtiges historisches Gebäude, errichtet im 14. Jahrhundert, wobei einige Quellen es sogar bis auf das 10. Jahrhundert rückdatieren. Es wurde in der heutigen Form im Jahre 1672 wieder errichtet, zur selben Zeit als auch der Glockenturm gebaut wurde. Die Außenfassade und dekorativen Statuen sind typisch für die Architektur der Insel dieser Zeit, wohingegen der Marmoraltar ein Werk des Barockkünstlers Peter Paul Bertapelli ist. Den Altar schmückend findet man wichtige Gemälde auf Holz, welche vom italienischen Meister Girolamo da Santacroce stammen und im Jahre 1540 nach Blato gebracht wurden. Ein weiteres interessantes Stück ist die Holzstatue der Jungfrau Maria, welches ursprünglich eine Gallionsfigur war und den Bug eines Schiffes schmückte. Einer Legende nach wurde sie in der Nähe einer Höhle gefunden. Heutzutage ist die Statue verziert mit zahlreichen Juwelen, welche von Gläubigen gespendet wurden. Gemessen am Alter, der Vielfalt, Anzahl und den Wert, so ist das die wertvollste Sammlung seiner Art in Dalmatien. Erwähnenswert ist auch St. Vincenca, der Schutzheilige von Blato und römische Märtyrer, dessen Relikte nach Blato mit der Zustimmung des Papstes Pio VI im Jahre 1795 gebracht wurden. Die Relikte werden in einem faszinierenden Marmorsakrophag aufbewahrt, dekoriert mit marmornen Statuen von Engeln, welcher in der großen Kapelle der Pfarrkirche steht. Jeweils am 28. April eines Jahres (welcher auch der Tag der Gemeinde Blatos ist), werden die Relikte von St. Vincenca in einer mystischen Prozession, der ”po Gorah” durch die Straßen getragen. Die Menschen folgen dabei dem Weg um die Kirche und der umliegenden Gegend, während der Mond und Kerzen die 13 km lange Strecke beleuchten. Es gibt 10 Mittelalterliche Kirchen, welche zwischen dem 7. und dem 14. Jahrhundert errichtet wurden – diese stellen wertvolle kulturelle Monumente dar und liegen in der gesamten Gemeinde auf den Hügeln, an schmalen Gassen, inmitten der Olivenhaine und entlang der Wander- und Trekkingwege. Zum Beispiel liegt die erwähnte Frauenkirche in der Nähe des Feldes von Blato. Des Weiteren findet man in Blato die Kirche des Heiligen Cosmas und Damian, welche das einzige Zeugnis auf der Insel der preromanischen Architektur ist. Um noch einige Worte über die religiösen Aspekte von Blatos Kulturerbe zu verlieren, möchten wir noch die heilige Marija Petkovic erwähnen, der Gründerin des Franziskaner Ordens der Töchter der Barmherzigkeit, welche noch in 12 Ländern auf 3 Kontinenten aktiv ist und Waisen, Armen und Kranken hilft. Marija wurde in Blato im Jahre 1892 geboren und starb 1966 in Rom. 2003 wurde sie in Dubrovnik vom Papst Johannes Paul II. heilig gesprochen. Ihre sterblichen Überreste wurden 1988 nach Blato überführt und werden im Kloster der Töchter der Barmherzigkeit nahe der Pfarrkirche aufbewahrt. Dort findet man auch einen Schrein und ein hübsches Museum, welches sich ihrem Leben gewidmet hat und Ziel zahlreicher Pilger aus allen Teilen Kroatiens und der Welt ist.

Neben Kirchen und Kapellen, Schreinen und heiligen Prozessionen, ist das kulturelle Erbe Blatos noch weitreichender und es gibt zahlreiche Beispiele die einer Erwähnung wert sind. Ein kleiner Schatz aus den vergangenen Zeiten ist mit Sicherheit auch das Ethno-Haus Barilo, ein Privatgebäude mit einer der interessantesten Ausstellungen. Deren ethnografische Sammlung bietet einzigartige und unvergessliche Zeugnisse der Vergangenheit der Insel und präsentiert das Leben der Vorfahren in vielfältigen Details und Ausstellungsstücken, welche mit Bedacht seit Jahren bewahrt werden: alles von landwirtschaftlichen Werkzeugen hin zu Kleidungsstücken, Küchenwaren, Bücher, Kunst und vieles mehr als auch hausgemachte Produkte, hergestellt nach traditionellen Rezepten. Es ist in der Tat mehr ein Haus als ein Museum und deren Bewohner versuchen es so authentisch wie möglich zu bewahren. Demgemäß besitzt es alle zum Alltag gehörige Gegenstände, welche mit Sorgfalt in den unterschiedlichen Räumen ausgestellt werden. Heutzutage gibt es noch 15 unterschiedliche kulturelle Gruppen und Vereinigungen in Blato, welche viele der Traditionen und Gebräuche aufrecht erhalten. Die Bekanntesten davon ist der Verein “Kumpanija”, welcher sich dem traditionellen, gleichnamigen Schwerttanz widmet. Die jährliche Hauptvorführung der Kumpanija findet regelmäßig am 28. April statt, ist Teil des Sommerfests in Blato, dessen Inszenierung die Schlacht Gica gegen die türkischen Invasoren im Jahr 1571 vorführt. Dies ist eine Vorführung welche Touristen in ihrem Urlaub auf der Insel definitiv besuchen sollten. Blatos Sommerfestival (16. Juli-15. August) ist ein kulturelles Programm, in dem verschiedene kulturelle und unterhaltsame Events stattfinden, mit dem Ziel des Erhalts des kulturellen Erbes der Region. Ein regulärer Teil des Programms widmet sich klassischer Musik, mit Vorführungen von Solisten und anderen Künstlern. Das Theaterprogramm bietet in der Regel Vorführungen von Gastensembles, bestehend aus Komödien und Puppentheater für Kinder. Während des Festes, können Sie die Ausstellungen von lokalen und externen Künstlern besuchen als auch die Pop- und Rockkonzerte, welche auf dem Platz vor der Pfarreikirche stattfinden. Das Festival versucht seinen Besuchern das folkloristische Erbe Blatos durch Aufführungen von traditionellen Tänzen in Trachten näher zu bringen. Ferner organisiert Blato auch das Festival “Klape” der Region von Dubrovnik-Neretva, mediterrane Kinoabende und den Sommerkarneval.

Die Tradition von Akapella-Gesangsgruppen, auch “klape” genannt, sind charakteristisch für Dalmatien und insbesondere in Blato aktiv. Aktuell gibt es 5 Gruppen aufgeteilt in die männlich besetzte “klape Kumpanji” und die weibliche “klapa Kanela”. Die Mädchen “klape” nennen sich “Perlice”, “Koraja” und “Kolajna”. Jedes Jahr im August ist die kleine Stadt der Gastgeber des Festivals “Klape” der Gemeinde Dubrovnik-Nertva während jedes Jahr im Mai die Stadt die Nacht der “New Compositions” organisiert, welche wiederum Teil des bekannten Festivals des dalmatinischen Klape ist und in der Stadt Omis stattfindet.

Sie sollten Blato auch während der Karnevalszeit besuchen und auf keinen Fall die Tanzparties “Munde” verpassen. Der Karneval findet in der Zeit zwischen dem Dreikönigstag und Aschermittwoch statt bzw. dem Beginn der Fastenzeit. In dieser Zeit des Jahres finden viel traditionelle Tänze und Paraden in Blato statt, genauso wie in anderen Dörfern und Städtchen der Insel. Zusätzlich hat Blato noch andere Karnevaltraditionen erhalten – die Karnevalparties namens “Munde”. Es heißt, der Begriff “Munde” stamme aus dem Italienischen und bedeutet “erhalten” – und das ist genau das, was bei diesen Karnelvalstänzen stattfindet: männliche Tänzer fordern ihre weiblichen Partner zum Tanz auf, sodass nur diejenigen, die diese Tradition kennen, daran teilnehmen können. “Munde” bietet die Gelegenheit sich zu den leicht unterschiedlichen Rhythmen zu bewegen als auch andere Menschen zu treffen und die traditionellen Speisen und Spezialitäten wie zum Beispiel geräucherten Fisch, Napfschnecken und andere Köstlichkeiten zu genießen. Jedes Jahr, zum Ende des Julis, sollten Sie auch den Sommerkarneval in Blato erleben, eine tolle Erfahrung für Touristen als auch Einheimische. Die Parade findet am Abend statt mit vielen Tänzern und Vorführungen, gefolgt von einer Auswahl an interessanten und attraktiven Masken.

Neben dem großartigen Repertoire an historischen und kulturellem Gut, bietet Blato alles an, was man für einen angenehmen Urlaub benötigt – Supermärkte, traditioneller Märkte mit exzellenten lokalen Fischsorten, frisches Gemüse, eine Apotheke, ein kleines Krankenhaus, Touristeninformation, Post, Bank und Geldautomat. Sie finden in Blato auch Restaurants, einige Bars aber auch eine erwähnenswerte leckere Pizzeria, die neben köstlichen Pizzen auch heimischen Wein servieren und mit seiner traditionellen Bauweise und geschützten Innenterrase einen unvergesslichen Abend garantiert. Für sportliche Aktivitäten gibt es verschiedene Möglichkeiten wie z.B. ein Fitnesscenter, einen schönen Park mit Spielplatz und Schatten spendende Plätzchen während der heißen Sommermonate und von z.B. Joggern gerne genutzt wird. Es gibt auch gut ausgeschilderte Radwege (mit einer Gesamtlänge von gut 140 km) und Wanderwege (mehr als 40 km Länge), genauso wie Tauchschulen mit professionell ausgebildeten Trainern, welche neben Tauchkursen auch Tauchgänge rund um die Inseln von Korcula und Lastovo organisieren.

Gleichwohl Blato im Innern der Insel liegt, hat Blato eine nahegelegene Küstenlinie von mehr als 40km an der Nord- als auch Südseite, wo man schöne Unterkünfte findet mit vielen Buchten und Küstendörfern wie z.B. Prizba, Grscica, Karbuni, Prigradica, etc.

Zusammengefasst können wir nur sagen – verpassen Sie nicht Blato! Sein Charme und Traditionen werden Sie mit Sicherheit begeistern!

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